

Im Auftrag der vbw – Vereinigung der bayrischen Wirtschaft e.V. untersuchte die Prognos AG bereits 2008 die Entwicklung von Nachfrage und Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Die Studie kam zu dem Schluss, dass ein Nicht-Handeln eine Arbeitskräftelücke von 5,5 Mio. Personen zur Folge hätte.
Die jetzt vorgelegte Aktualisierung der Studie unter Berücksichtigung etwaiger Veränderungen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise zeigt keine nennenswerte Veränderung dieser Prognose der Arbeitslandschaft 2030.
Deutschland steuert auf einen massiven Personalmangel zu!
Untersucht wurden zwei Szenarien: Szenario 1 bildet eine kurze und tiefe Krise ab und geht von einem sehr starken konjunkturellen Einbruch aus, der sich zunächst zögerlich erholt aber bereits in 2013 wieder ausgeglichen ist. In Szenario 2 wird eine lang anhaltende Krise simuliert.
Die Studie stellt die Entwicklung von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage gegenüber. Es zeigt sich ein erheblicher Mangel vor allem bei den gut qualifizierten Arbeitskräften, der zu deutlichen Wachstumseinbußen führt. Die bis zum Jahr 2030 prognostizierte Arbeitskräftelücke würde einen Wohlstandsverlust von ca. 3,8 Billionen Euro bedeuten!
Die Entwicklung der Nachfrageseite ist bestimmt durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, die Globalisierung, verstärkte Anstrengungen zum Klimaschutz und neue Produktionstechniken. Diese Faktoren führen zu einem erhöhten Arbeitskräftebedarf in bestimmten Branchen und Tätigkeitsfeldern, mit bestimmten Qualifikationen und Fähigkeiten. Hingegen bestimmt der demographische Wandel mit rückläufigen Einwohnerzahlen und alternder Bevölkerung das Angebot an Arbeitskräften. Hinzu kommt die Frage nach den zukünftig gewünschten Qualifikationen der nachgefragten Arbeitskräfte und den vorhandenen Qualifikationen der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte.
Beschäftigungsaufbau in Dienstleistungsbranchen
Arbeitskräftemangel auf allen Qualifikationsebenen
Fünf Handlungsfelder zur Problemlösung
Die Studie identifiziert fünf Handlungsfelder in denen geeignete Maßnahmen zum Abbau der Marktungleichgewichte ergriffen werden können.
Fazit
Die Szenarienrechnungen zeigen, dass der konstatierte Arbeitskräftemangel kein konjunkturelles Problem ist. Die Krise reduziert die Lücke unwesentlich.
Der Arbeitskräftemangel stellt eine der größten strukturellen Herausforderungen dar. Dabei ist der demographische Wandel der entscheidende Einflussfaktor.
Im konjunkturellen Aufschwung wird der Arbeitskräftemangel wieder deutlich in den Fokus rücken, zumal sich die Rekrutierungsmöglichkeiten der Unternehmen weiter verschlechtern werden. Dabei spielen vor allem die Qualifikationen der verfügbaren Kräfte die entscheidende Rolle.
Eine Kurzfassung der Studie bekommen Sie
hier.